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Working Paper 14 "Soziale Medien, Emotionen und Affekte"

Margreth Lünenborg – 2020

Der Beitrag liefert einen Überblick über das Verhältnis von sozialen Medien und Emotionen sowie Af-fekten. Nach einer Einführung in die sozialwissenschaftliche Emotionsforschung und affect studies, die Emotionen als wesentliche Bausteine sozialer Ordnung sichtbar machen, werden die wechselseitig kon-stituierenden Bedingungen von Emotionen und sozialen Medien herausgearbeitet. Emotionen werden medial erzeugt, geteilt, archiviert und reguliert. Soziale Medien lassen sich damit als Affektgeneratoren fassen. Die Architektur sozialer Netzwerkplattformen zielt maßgeblich auf die Affizierung ihrer Nut-zer*innen ab. Durch vielfach geteilten Hass oder Empörung, Erregung oder empathische Solidarität wird die Verweildauer auf der Plattform und die Intensität der Nutzung gesteigert. Solche Interaktionen lassen sich als affektive Medienpraktiken fassen. Sie können bspw. in Form von Memes als kritische, ironische oder subversive Aneignung von Medienangeboten auftreten, die jedoch den ökonomisch grun-dierten Affordanzen der Plattform nicht entkommen können. Auf diese Weise werden sie zu wesentli-chen Bestandteilen einer affektiven Ökonomie.

Titel
Working Paper 14 "Soziale Medien, Emotionen und Affekte"
Verfasser
Margreth Lünenborg
Verlag
SFB 1171 Affective Societies
Ort
Berlin
Datum
2020
Kennung
ISSN 2509-3827
Zitierweise
Lünenborg, M. (2020). Soziale Medien, Emotionen und Affekte. Working Paper SFB 1171 Affective Societies 01/20.
Art
Text
Größe oder Länge
23