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Working Paper 7 "Navigieren zwischen symbolischen Grenzen. Eine Typologisierung der Grenzarbeit von Migrantinnen und Migranten am Beispiel des Umgangs mit Vornamen"

Jürgen Gerhards – 2017

Mit Bezugnahme auf die Literatur zu symbolischen Grenzziehungs- und Stigmatisierungsprozessen und auf der Basis einer Auswertung von elf Gruppendiskussionen mit über 50 Migrantinnen und Migranten unterschiedlicher Herkunft rekonstruieren wir, wie diese auf Grund ihres Vornamens von der Mehrheitsgesellschaft kategorisiert werden sowie die von ihnen entwickelten Strategien des Grenzmanagements. Die Analysen zeigen, dass alle Diskussionsteilnehmer ein ausgeprägtes Bewusstsein davon besitzen, dass Vornamen als bedeutsame Marker von symbolischen und sozialen Grenzen (Diskriminierung) zwischen Mehrheitsgesellschaft und migrantischen Minderheiten fungieren. Zugleich unterscheiden sich die Interviewten in ihren Reaktionsweisen auf ihre Erfahrungen mit dem hegemonialem Grenzregime. Vier, jeweils mit spezifischen Grundorientierungen einhergehende Typen der Grenzpolitik lassen sich unterscheiden, die von uns ausführlich beschrieben und an die theoretische Literatur rückgebunden werden: Grenzüberschreitung (I), Grenzaufweichung (II), Grenzumwertung (III) und die präreflexiv, den eigenen herkunftsspezifischen Traditionen folgende Grenzirrelevanz (IV).

Titel
Navigieren zwischen symbolischen Grenzen. Eine Typologisierung der Grenzarbeit von Migrantinnen und Migranten am Beispiel des Umgangs mit Vornamen
Verlag
SFB 1171 Affective Societies
Ort
Berlin
Schlagwörter
Symbolische Grenzziehung, Emotionen, Stigmatisierung, Migranten, Vornamen, Gruppeninterviews
Datum
2017
Kennung
ISSN 2509-3827
Zitierweise
Gerhards, J., Kämpfer, S. (2017). Navigieren zwischen symbolischen Grenzen. Eine Typologisierung der Grenzarbeit von Migrantinnen und Migranten am Beispiel des Umgangs mit Vornamen. Working Paper SFB 1171 Affective Societies 02/17.
Sprache
ger
Art
Text
Größe oder Länge
44