Springe direkt zu Inhalt

GISCA Occasional Paper Series: Rhetoriken der Sentimentalisierung und die Zerstörung von Weltkulturerbe vor dem Internationalen Strafgerichtshof

Rhetoriken der Sentimentalisierung

Rhetoriken der Sentimentalisierung
Bildquelle: GISCA

Im Fall The Prosecutor v. Ahmad Al Faqi Al Mahdi hat der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) zum ersten Mal über die Zerstörung von Weltkulturerbe als Kriegsverbrechen verhandelt. Zentral war dabei die Bestimmung des Verhältnisses von Dingen und Menschen. Auf Grundlage einer während den Verfahren durchgeführten ethnographischen Gerichtssaalstudie und informiert von der Affekt- und Emotionsforschung, identifiziert dieser Artikel die rhetorische Praxis der Sentimentalisierung von Menschen und Dingen als einen entscheidenden Prozess der rechtlichen Bedeutungsherstellung. Durch Sentimentalisierung produzieren alle Parteien des Verfahrens durch ihre Rhetorik normative Arrangements von Körpern, indem die relevanten Personen, Dinge, und anderen Entitäten durch die Zuschreibung von Emotionen qualitativ unterschieden und affektiv zueinander ins Verhältnis gesetzt werden. Sentimentalisierungen bieten affektivemotionale Rahmen innerhalb derer der Grad von Schuld und Unschuld, Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit beurteilt werden kann.

Titel
GISCA Occasional Paper Series: Rhetoriken der Sentimentalisierung und die Zerstörung von Weltkulturerbe vor dem Internationalen Strafgerichtshof
Verlag
Göttingen Institute for Social and Cultural Anthropology
Ort
Göttingen
Datum
2017
Kennung
ISSN: 2363-894X
Beziehung/en
Zitierweise
Bens, Jonas. 2017. Rhetoriken der Sentimentalisierung und die Zerstörung von Weltkulturerbe vor dem Internationalen Strafgerichtshof. In: GISCA Occasional Papers, No. 14. Göttingen: Institute for Social and Cultural Anthropology. doi: 10.3249/2363-894X-gisca-14.
Sprache
ger
Art
Text
Größe oder Länge
23