Die Apokalypse in der Weimarer Republik

Jürgen Brokoff – 2001

Jürgen Brokoff untersucht den apokalyptischen Diskurs in der Weimarer Republik. Das Apokalyptische zeigt sich dabei nicht nur in Gestalt von Weltuntergangs-Szenarien, sondern auch als eine spezifischeTextstruktur, als eine Redeform. Durch die genaue Lektüre einschlägiger Texte von Carl Schmitt, Walter Benjamin, Ernst Jünger und Adolf Hitler gelingt es Brokoff, das Grundmuster der apokalyptischen Rede herauszuarbeiten. Deren wichtigstes Kennzeichen ist die Inszenierung sprachlicher Gewalt, die (nicht nur bei Hitler) in eine unmittelbar tätliche übergehen soll. Brokoffs Analyse gibt nicht nur wichtige Aufschlüsse über den Zustand der politischen Kultur der Zwischenkriegszeit. Sie zeigt ebenso, welchen Einsatz Intellektuelle zu wagen bereit sind, um eine beherrschende Stellung im Diskurs zu erringen. Das Buch wendet sich an Literaturwissenschaftler, Historiker und Philosophen sowie an alle an der Epoche der Weimarer Republik Interessierte.

Titel
Die Apokalypse in der Weimarer Republik
Verlag
Wilhelm Fink
Ort
München
Datum
2001
Kennung
ISBN 9783770536030
Beziehung/en
Sprache
ger
Art
Text