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Emotion, Wissen und Religion

Knoblauch, Hubert; Herbik, Regine – 2013

Seit Beginn dessen, was sich im 18. Jahrhundert als ästhetisches Regime der Kunst formiert, bezeichnet der Begriff des Geschmacks die Subjektivität und die Freiheit des ästhetischen Urteils, unabhängig von Konventionen und Interessen zu urteilen. Zugleich aber appelliert jedes ästhetische Urteil an andere Subjekte und setzt damit eine Allgemeinheit voraus. Und genau deshalb erscheint der Geschmack als Movens in Dynamiken von Gemeinschaftsbildungen im Spannungsfeld von Individuum und Öffentlichkeit. Öffentlichkeit und Politik sind in dieser Lesart an die Pluralität konkurrierender Geschmacksgemeinschaften, an einen Streit um das Ästhetische gebunden. Die Beiträge in diesem Band wollen diesen Zusammenhang durch historische und zeitgenössische Fallstudien zum Wechselverhältnis von Philosophie, Kritik, Kunst und Populärkultur beleuchten.

Titel
Emotion, Wissen und Religion
Verfasser
Knoblauch, Hubert; Herbik, Regine
Datum
2013
Kennung
DOI: 10.13109/9783666624285
Erschienen in
Charbonnier, Mader et al. (Hg.) 2013 – Religion und Gefühl
Sprache
ger
Art
Text
Größe oder Länge
pp. 217–232