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Michel Houellebecqs Soumission und „die Muslime“ im französischen und deutschen Diskurs darüber

Walter-Jochum, Robert; Berg, Anna Lea; Ural, Nur Yasemin – 2018

Auf der Grundlage von Gruppendiskussionen mit in Deutschland lebenden Migrantinnen verschiedener Herkunft rekonstruiert der Beitrag, ob und in welchem Maße die erste und die zweite Generation von Migrantinnen unterschiedliche Kategorisierungs- und Diskriminierungserfahrungen gemacht und welche verschiedenen Strategien des Umgangs mit der symbolischen Grenze zwischen Mehrheitsgesellschaft und Minderheit sie entwickelt haben. Analysiert werden diese Fragen am Beispiel des Umgangs mit Vornamen. Der Generationsvergleich zeigt, dass sich die symbolische Grenze zwischen Mehrheitsgesellschaft und Minderheit aufgeweicht hat. Dieser Befund gilt allerdings nicht für Migrantinnen aus dem türkisch-arabischen Raum. Sie machen eine ambivalente Erfahrung, insofern sie sehen, dass Migration etwas Selbstverständliches geworden ist, sie selbst sich aber als Muslime häufig ausgegrenzt fühlen. Die Erfahrung einer Öffnung symbolischer Grenzen überlagert sich hier mit der Erfahrung einer Grenzkontraktion.

Titel
Michel Houellebecqs Soumission und „die Muslime“ im französischen und deutschen Diskurs darüber
Verfasser
Walter-Jochum, Robert; Berg, Anna Lea; Ural, Nur Yasemin
Datum
2018
Kennung
ISBN: 9783944312590
Erschienen in
Gredel, Kämper et al. (Ed.) 2018 – Diskurs - kontrastiv
Sprache
ger
Art
Text
Größe oder Länge
pp. 176–191