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TP B02 & Neue Deutsche Medienmacher & Bundeszentrale für politische Bildung

Welche Bilder haben wir vor Augen, wenn wir an Migrationen nach Deutschland denken? Welche Erzählungen sind verfügbar und werden archiviert? Welche Emotionen werden erzeugt? Was bleibt verborgen? Welche Geschichten werden nicht für die Nachwelt dokumentiert? Diesen Fragen soll eine Kooperation zwischen dem Teilprojekt B02, dem Verein die Neuen deutschen Medienmacher (NdM) und der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) nachgehen. Die Ergebnisse werden in Form einer multimedialen (online verfügbaren) Präsentation sowie begleitenden Veranstaltungen (Gesprächsrunden, Workshops) sichtbar und für eine weite Öffentlichkeit verfügbar gemacht.

Im Rahmen des Forschungsprojekts werden Formen audiovisueller journalistischer Berichterstattung im Themenfeld Migration und Flucht analysiert. Besonderer Fokus wird darauf gerichtet, welche Emotionen mit und durch Journalismus erzeugt werden, und wie damit Formen der Zugehörigkeit (Belonging) oder Differenz und Ausgeschlossenheit hervorgerufen werden können.

In Kooperation mit den Neuen deutschen Medienmachern und der Bundeszentrale für politische Bildung soll das analysierte Material für ein breiteres Publikum ansprechend und informativ aufbereitet werden. Ein zeitlicher Längsschnitt durch deutsche Medienbilder zu Flucht und Migration gibt Einsichten in das kollektive Gedächtnis unserer Gesellschaft. Ziel ist es, die mit und durch Journalismus im Themenfeld Migration und Flucht hergestellten Emotionen – exemplarisch genannt seien hier Neugierde, Empathie, Mitgefühl, Abwehr, Aggression oder Bedrohung – explizit und ihre Wirkung nachvollziehbar zu machen.

Neben der multimedialen Aufbereitung sollen Gesprächsformate und Workshops durchgeführt werden, in denen die Wirkmächtigkeit der Bilder sowie die Selektivität und Rahmung der medialen Erzählungen kritisch reflektiert und durch alternative Zeugnisse kontrastiert werden. Mit der bpb wurde hierfür eine Partnerin gewonnen, die über ausgewiesene und umfangreiche Kompetenz im Bereich der Aufbereitung von zeitgeschichtlichen Fragen für Multiplikator*innen und damit für ein über die Wissenschaft hinausreichendes Publikum verfügt. Die multimediale Aufbereitung des Materials (als crossmediales Storytelling) soll über die SFB-Website mit der digitalen Plattform der bpb verlinkt werden und im Kontext der Veranstaltungsdokumentation und begleitender Materialien stehen.

Geplanter Zeitraum: 2022/2–2023/1.