Publikation: "Gerechtigkeitsgefühle: Zur affektiven und emotionalen Legitimität von Normen"

Jonas Bens & Olaf Zenker: Gerechtigkeitsgefühle (2017)

Jonas Bens & Olaf Zenker: Gerechtigkeitsgefühle (2017)
Bildquelle: transcript

In der Reihe EmotionsKulturen / EmotionCultures des transcript-Verlags, herausgegeben von Birgitt Röttger-Rössler und Anita von Poser, ist ein neuer Sammelband von Jonas Bens und Olaf Zenker erschienen, der ethnographische Beiträge zu Gerechtigkeitsgefühlen in verschiedenen kulturellen Kontexten versammelt

News vom 13.09.2017

Jonas Bens, Olaf Zenker (Hg.): Gerechtigkeitsgefühle. Zur affektiven und emotionalen Legitimität von Normen 

Was verbirgt sich hinter dem Begriff »Gerechtigkeitsgefühle«? Inwieweit spielt die gefühlte Legitimität von Recht eine Rolle? Um diesen Fragen auf die Spur zu kommen, mobilisiert der Band rechtsanthropologische, rechtssoziologische und kulturpsychologische Ansätze. In ethnographischen Fallstudien zu Madagaskar, zum Südsudan, zu Indonesien, Israel/Palästina, Peru, Uganda und Südafrika werden Gerichtssäle, Grenzübergänge, Besprechungsräume, Büros und offizielle Dokumente ebenso analysiert wie Alltagspraktiken, Mediendiskurse, Demonstrationen und Debatten in den Social Media.


Die Reihe EmotionsKulturen / EmotionCultures versammelt Arbeiten, die sich aktuellen Fragestellungen der Emotionsforschung aus einer innovativen transdisziplinären Perspektive annähern. Im Mittelpunkt stehen vornehmlich empirische Studien aus dem Bereich der Sozial-und Kulturanthropologie, die – in jeweils enger theoretischer und/oder methodischer Verzahnung mit weiteren Disziplinen – Prozesse der sozialen und kulturellen Modellierung von Emotionen und Affekten untersuchen.
Zentrale Themenspektren betreffen die Genese emotionaler Ordnungen in ihrem Wechselspiel mit sozio-kulturellen, historischen und politischen Strukturen. Die Reihe spannt dabei den Bogen von der Sozialisation von Emotionen in der Kindheit bis zu deren Transformation im Alter und schließt damit auch konfliktive Rekonfigurationen des Emotionalen vor dem Hintergrund veränderlicher Lebensbedingungen mit ein. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den mit Migrations-, Globalisierungs- und Transnationalisierungsprozessen verbundenen emotionalen und affektiven Dynamiken.

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