Candela Villalonga Zalazar
Candela Villalonga Zalazar ist Doktorandin der Sozialwissenschaften an der Universität von Buenos Aires (UBACYT) und derzeit Gastwissenschaftlerin am SFB „Affective Societies“ an der Freien Universität Berlin. In ihrer Doktorarbeit entwickelt sie eine qualitative und quantitative Analyse der strukturellen Barrieren und Ungleichheiten, die die Beteiligung von Frauen in MINT-Fächern prägen, wobei sie einen besonderen Schwerpunkt auf argentinische Organisationen legt, die Frauen in der Technik unterstützen und fördern wollen. Ihre Arbeit untersucht, wie diese Organisationen die Hindernisse identifizieren, bewältigen und darauf reagieren, denen Frauen in stark männlich geprägten Umgebungen begegnen, wobei sie den von ihnen eingesetzten Instrumenten, Strategien und Formen kollektiven Handelns besondere Aufmerksamkeit widmet. Unter Einbeziehung feministischer Erkenntnistheorien analysiert sie, wie Wissen, Macht und Ausgrenzung in digitalen und technologischen Kontexten in der globalen Mehrheit konfiguriert sind.
An der Schnittstelle von Gender, Technologie und Affekt untersucht ihre Forschung zudem, wie Emotionen und affektive Dynamiken sowohl antifeministische Diskurse als auch feministische Reaktionen prägen, und leistet damit einen Beitrag zu breiteren Debatten über epistemische Gerechtigkeit, die Politik des Wissens und die Produktion technologischer Vorstellungswelten.
Forschungsinteressen
- Feministische Erkenntnistheorien und epistemische Gerechtigkeit
- Geschlecht und Technologie
- Affekttheorie und politische Emotionen
- Antifeministische Diskurse
- Digitale Kulturen und Ungleichheiten
