News
Neue Publikation: Dilger, H. (2026). Bringing artifacts (back) to life: Ethnographic collections as affective force. American Ethnologist, 1–15
Wie lässt sich die Beziehung zwischen Museumsobjekten und den Communities und Kontexten, aus denen sie stammen, neu denken? In seinem neuen Artikel Bringing Artifacts (Back) to Life: Ethnographic Collections as Affective Force entwickelt Hansjörg Dilger ein Konzept, das ethnografische Sammlungen grundlegend neu fasst: affective force — eine relationale Intensität, die zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Akteuren entsteht, sich über Zeit entfaltet und soziomaterielle Umgebungen mitgestaltet. Der Artikel erscheint in der renommierten Fachzeitschrift American Ethnologist , die von der American Ethnological Society herausgegeben wird, einer Sektion der American Anthropological Association .
29.06.2026
Zwischen Affekt und Argument: Margreth Lünenborg im Philosophie Magazin
In einem Beitrag im Philosophie Magazin plädiert Margreth Lünenborg dafür, Affekt als notwendigen Teil des demokratischen Diskurses wahrzunehmen. Was passiert bei einem Public Viewing, wenn man es als Medienwissenschaftler:in betrachtet? Spontane Umarmungen mit Fremden bei einem Tor, eine Runde Trostbier vom Unbekannten — aber auch umgekippte Tische und Geschrei. Ist das nur ein barbarisches Gegenteil des rationalen Diskurses aus Kaffeehäusern und Salons — oder doch mehr?
15.06.2026
Neue Publikation: Lünenborg, M., & Makhashvili, A. (2025). Feeling feminist futures in digital environments. In Papacharissi, Z. (Ed.) The Routledge Companion to Digital Media and Democracy (1st ed.). Routledge
Können soziale Medien zu einer feministischen Zukunft beitragen – oder verwandeln sie Feminismus lediglich in einen weiteren vermarktbaren Trend? In einem neuen Buchkapitel gehen Margreth Lünenborg und Ana Makhashvili dieser Frage nach und untersuchen die affektiven Dynamiken des digitalen Feminismus. Von Hashtag-Aktivismus und Online-Solidarität bis hin zu vernetzter Misogynie und der Kommerzialisierung feministischer Anliegen beleuchten sie die Chancen und Widersprüche feministischer Interventionen in digitalen Räumen.
15.06.2026
Neue Publikation: Jandra Böttger über die gefühlte Abschaffung des Anderen im Theorieblog
In ihrer Lesenotiz zu Dagmar Herzogs Buch „Der neue faschistische Körper“ untersucht Jandra Böttger die affektiven Dynamiken gegenwärtiger faschistischer Politik. Im Zentrum steht Herzogs These, dass Faschismus nicht nur über offen mobilisierte Gefühle wie Hass, Angst oder Ekel funktioniert, sondern ebenso über Prozesse der Desensibilisierung und emotionalen Abstumpfung.
22.05.2026
Emotionen sind keine Privatsache. Markus Lange im Interview mit campus.leben
„Es ist für uns selbst erstaunlich, wie die Polykrisen der Gegenwart unsere anfänglichen Bestandsaufnahmen eingeholt und teilweise sogar überholt haben“.
22.04.2026
Neue Publikation: Rocks, C., & Sauerborn, E. (2025). Gebotene Scham: Emotionsrepertoires des sozialen Aufstiegs in deutschsprachigen Autosoziobiografien der Gegenwart. Kulturwissenschaftliche Zeitschrift, 4, 69–120.
Welche Gefühle begleiten sozialen Aufstieg – und warum scheint es so oft vor allem Scham zu sein?
23.03.2026
Gisèle Pelicot als feministisches Vorbild: Margreth Lünenborg im Corso-Podcast des DLF
„Der Pranger ist ein durchaus extrem rigides soziales Instrument, bei dem man ausgesprochen vorsichtig sein muss, dass öffentliches Beschämen nicht an die Stelle eines Gerichtsverfahrens tritt.“
18.02.2026
Fehler im Prozess
Die Theaterwissenschaftlerin Theresa Schütz hat Milo Raus Inszenierung „Prozess gegen Deutschland“ in Hamburg besucht – und darüber eine kritische Reportage im nachtkritik -Magazin veröffentlicht .
18.02.2026
Call for Papers - Workshop “Bridging Emotions: Affect in Overcoming Social and Political Divides”
Keio University, Tokyo 16.05.2026 Einreichungsfrist: 15.02.2026 Benachrichtigung über die Annahme: 20.02.2026 Organisatoren: Takemitsu Morikawa & Christian von Scheve
14.01.2026
The New Key Concepts in Affective Societies ist bei Routledge erschienen!
The New Key Concepts in Affective Societies bündelt Erkenntnisse aus über einem Jahrzehnt interdisziplinärer Forschung im SFB „Affective Societies“ und bietet einen vielfältigen Werkzeugkasten zur Analyse affektiver Dynamiken in Politik, Medien, Care, Protest und Alltag.
18.12.2025
Neues Sonderheft von Emotions & Society: Emotions, the Rich and the Poor
Das neue Sonderheft von Emotions & Society , herausgegeben von Nina Margies und Elgen Sauerborn, rückt Emotionen ins Zentrum der Klassenanalyse.
26.11.2025
Scham – Ein unangenehmes Gefühl sichert das Zusammenleben.
Christian von Scheve im „Zeitfragen.Feautre": Podcast von Deutschlandfunk Kultur
17.11.2025
Online-Launch: Graphic Novel „The Grumpy Philosophers Bar“
Was passiert, wenn Philosoph:innen über Affekte streiten – in einer Bar? Es fliegen Theorien. Es fliegen Fäuste. Und manchmal hilft nur noch ein guter Cocktail: der Unfeeling, ein Racheputzer oder gleich ein doppelter Lovely Resonance auf Eis.
04.08.2025
Neue Publikation: Meike Haken über populär-kulturelle Wissenschaftskommunikation
In ihrem aktuellen Beitrag „Popular-Cultural Science Communication and Empirical Theory of Science“ (Historical Social Research / Historische Sozialforschung) setzt sich Meike Haken ( TP Ö: Projektbiographien – Affective Archive ) mit der sich wandelnden Landschaft der Wissenschaftskommunikation auseinander. Sie schlägt den Begriff „populär-kulturelle Wissenschaftskommunikation“ als treffendere Bezeichnung für neuere Formate wie Podcasts, Blogs oder Comics vor, die sich zwischen Wissenschaft und Populärkultur bewegen – ohne dabei notwendigerweise an Seriosität zu verlieren.
28.07.2025
Warum brauchen wir die Sozial- und Geisteswissenschaften – gerade jetzt?
Diese Frage stellt der Artikel „ „Wir haben Pionierarbeit geleistet“ – Der Bestand des Instituts für Sozial- und Kulturanthropologie der FU Berlin ist bedroht “ (Berliner Zeitung, 17.07.2025, Autor: Torsten Harmsen). Unser Kollege Prof. Dr. Hansjörg Dilger gibt in einem Interview Antworten darauf.
21.07.2025
Neue Publikation: “Unsure whether it feels like home anymore”: Unsettled feelings amongst former panel-block residents in Moscow and Berlin
Was bedeutet es, sich in einem Ort zuhause zu fühlen, der so vielleicht bald nicht mehr existiert? Wie prägen sich drohende städtische Umbrüche in unser emotionales Erleben, unsere Erinnerungen und unser Selbstbild ein? Und lässt sich das Gefühl von Zuhause überhaupt von den materiellen und affektiven Geschichten des Wohnens trennen?
15.07.2025
Neuerscheinung: Stimme – Kritik – Emotion. Festschrift für Doris Kolesch
Ein interdisziplinärer Polylog zwischen Theater, Hörkunst und Affekttheorie, herausgegeben von Theresa Schütz und Jenny Schrödl.
11.07.2025
