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Laura Saumweber

Photo by Nasoro Chaurembo

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Laura Saumweber ist freischaffende Tänzerin, Choreografin und Community-Künstlerin mit Arbeitsschwerpunkt in München. Ihre künstlerische Praxis bewegt sich an der Schnittstelle von Tanz, Partizipation und gesellschaftlichem Engagement und wird von der Frage getragen, wie Körper als Archive von Erinnerung, Identität und kollektiven Erfahrungen verstanden werden können. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Kraft des Tanzes, Räume für Begegnung, generationsübergreifenden Austausch und gesellschaftliche Reflexion zu schaffen sowie Themen wie Zugehörigkeit, Erinnerungskultur und soziale Teilhabe körperlich erfahrbar zu machen. Nach ihrer professionellen Tanzausbildung in Barcelona (2014) absolvierte sie den Bachelor of Dance in Education an der ArtEZ University of the Arts (2017) sowie den Masterstudiengang International Arts Management an der Leuphana Universität (2024). Seit 2016 entwickelt und interpretiert sie eigene choreografische Arbeiten, die national sowie international unter anderem in Hong Kong, Zypern, Barcelona, Paris, Kopenhagen oder den Niederlanden gezeigt wurden. 

Seit 2020 entstehen verstärkt Produktionen für ein junges und generationenübergreifendes Publikum, darunter die deutschlandweit tourenden Stücke Ode an die Dinge und Die Sache mit den DingenSie ist Co-Gründerin des contweedancecollective und arbeitet seit 2020 eng mit der Schauburg München - Theater für junges Publikum zusammen. In diesem Kontext leitete sie 2025/26 gemeinsam mit ASEDEVA und Isack Abeneko ein tansanisch-deutsches Projekt zu Fragen von Frieden und Gerechtigkeit, kolonialer Vergangenheit und deren bis heute wirksamen Kontinuitäten.

Seit 2024 entwickelt sie das langfristige Forschungsprojekt Tanztee & Prosecco, das sich mit Tanz und Altern auseinandersetzt und untersucht, wie künstlerische Praktiken den Alltag in Pflegeeinrichtungen bereichern sowie neue Formen von Teilhabe und Begegnung schaffen können. Darüber hinaus arbeitet sie in der Freien Szene, kooperiert mit dem NS-Dokumentationszentrum München an Bewegungsprojekten zur Erinnerungskultur mit Jugendlichen und ist Co-Leiterin von grenzen | los | tanzen.

Derzeit forscht Laura im Rahmen ihres Projekts „Embodied Archives“ an künstlerischen und körperbasierten Formen der Erinnerungsarbeit. Im Zentrum steht die Frage, wie Körper als Archive gesellschaftlicher Erfahrungen, historischer Prägungen und affektiver Spuren verstanden und in partizipativen bzw. choraografischen Tanzformaten sichtbar gemacht werden können – insbesondere im Kontext von Diskriminierung, sozialer Zugehörigkeit und Erinnerungskultur. Dabei untersucht sie den Körper als Speicher von Geschichte, Identität und Erinnerung und möchte künstlerische Formate entwickeln, die individuelle und kollektive Erfahrungsräume miteinander verbinden.