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Affekte der Kritik

17.06.2026 | 18:00

Aletta Diefenbach und Matthias Lüthjohann (Freie Unviersität Berlin), Hans Roth (Universität Mainz), Çiğdem Inan (b_books), Stefan Wellgraf (Humboldt-Universität zu Berlin)

Sprache: Deutsch

 

Im Sonderforschungsbereich haben wir von 2019 bis 2023 eine Arbeitsgruppe zum Verhältnis von Affekt und Kritik organisiert, die wir in unserem Beitrag vorstellen und deren Ansatz gemeinsam diskutieren möchten: Die Wende zum Affektiven in den Geistes- und Sozialwissenschaften ging mit einer Abgrenzung von den eingeschliffenen Routinen und dem Selbstverständnis der akademischen Kritik einher. Diese „Kritik an der Kritik“ entzündete sich nicht zuletzt an den nicht-semantisierten, disruptiven Intensitäten der Gegenwart, in deren Lichte die Grenzen eines entlarvenden, dekonstruktiven Modus der Kritik deutlich sichtbar werden. Daraus motiviert sich die Hinwendung zu affektiven, semantisch unterbestimmten Bewegungen und Relationen, die jenseits des Beschreibungsvokabulars von klaren Normen und Regeln den Blick darauf richtet, wie sich Praktiken des Streitens und Kritisierens vollziehen. Um dieses Wie der Kritik besser in den Blick nehmen zu können, möchten wir diskutieren, wie sich die pragmatische Perspektive der Soziologie der Kritik (Luc Boltanski et al.) mit einer neuen Aufmerksamkeit für Fragen der Form verbinden lässt.

Zeit & Ort

17.06.2026 | 18:00

Vorlesungsraum J32/102 der Freien Universität Berlin, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin