Podiumsdiskussion: Affect Me. Social Media Images in Art

02.03.2018 | 19:00

Ein Gespräch im Rahmen der Ausstellung Affect Me. Social Media Images in Art in KAI 10 Arthena Foundation in Düsseldorf.

Lara Baladi: Be Realistic, Ask for the Impossible, 2017, Detail. Multimediainstallation, bestehend aus LED-Laufschrift, drei Videoinstallationen und Wandgemälden in Collaboration mit Salma Elbalouty

Lara Baladi: Be Realistic, Ask for the Impossible, 2017, Detail. Multimediainstallation.
Bildquelle: Lara Baladi: Be Realistic, Ask for the Impossible, 2017, Detail. Multimediainstallation Courtesy die Künstlerin. Foto: KAI 10 | Arthena Foundation, Alexandra Höner.

Im Zeitalter von Facebook, Instagram, Twitter und Co. hat sich unser Umgang mit Bildern dramatisch verändert. In digitalen Netzwerken zirkulierende Bilder sind zum wichtigsten Ausdrucksmittel einer breiten Öffentlichkeit geworden. Die Podiumsdiskussion mit Lara Baladi, Sarah Nankivell und Philip Scheffner untersucht wie Künstler den Einsatz, die Semantik und die affektiven Dynamiken von Bildern aus den sozialen Medien erforschen und ihre ästhetischen Qualitäten bewerten.


Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung „Affect Me. Social Media Images in Art“ statt, die noch bis zum 10. März 2018 in KAI 10 | Arthena Foundation in Düsseldorf zu sehen ist. Die Ausstellung sowie der begleitende Katalog entstanden in enger Kooperation zwischen KAI 10 und dem Projekt „Affektive Dynamiken von Bildern im Zeitalter von Social Media“ des Sonderforschungsbereichs „Affective Societies“ der Freien Universität Berlin.


Lara Baladi ist eine international renommierte ägyptisch-libanesisch-französische Künstlerin, Aktivistin und Dozentin. Sie lebt derzeit in Kairo und Boston und lehrt am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Für die Ausstellung „Affect Me“ entwickelte sie im Rahmen ihres transmedialen Langzeitprojekts „Vox Populi. Archiving a Revolution in the Digital Age” eine interaktive Zeitleiste der Ägyptischen Revolution von 2011.


Sarah Nankivell ist Mitglied von Forensic Architecture, einer Forschergruppe am Goldsmiths, University of London. Forensic Architecture, deren Arbeiten auch in der Ausstellung „Affect Me“ zu sehen sind, widmen sich architektur- und medienbasierten Recherchen, die sie oftmals im Auftrag von internationalen Strafverfolger*innen, Menschenrechtsorganisationen und Umweltgruppen durchführen. Sarah Nankivell forscht zu archäologischen Gedenkstätten und arbeitete für verschiedene Museen. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf den bewussten Zerstörungen von Kulturstätten in Konfliktgebieten und der Darstellung dieser Ereignisse in den sozialen Medien.


Philip Scheffner lebt und arbeitet als Filmemacher, Produzent, Video- und Soundkünstler in Berlin. 2001 gründete er zusammen mit Merle Kröger die Produktionsfirma „Pong”. Ausgangspunkt seines Dokumentarfilms „Havarie” (2016) ist ein 3:36 minütiger YouTube-Clip eines Flüchtlingsbootes im Mittelmeer. Er wurde 2017 vom Verein der Deutschen Filmkritik als „Bester Experimentalfilm“ ausgezeichnet.


Moderation: Julia Höner und Kerstin Schankweiler, Kuratorinnen der Ausstellung „Affect Me. Social Media Images in Art”.
Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Zeit & Ort

02.03.2018 | 19:00

Akademie der Künste, Clubraum
Hanseatenweg 10, 10557 Berlin