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Mobilizing Sexuality: Social Justice, Affect and Emotion in Anti-Gender Discourse

11.05.2026 | 16:00

Silvia Biasetton, University of Padua, Visiting Fellow im SFB Affective Societies

Anti-Gender-Bewegungen gewinnen international an Einfluss – und präsentieren sich zunehmend als Verteidiger*innen einer eigenen Vorstellung von „sozialer Gerechtigkeit“. Der Vortrag von Silvia Biasetton geht der Frage nach, wie solche Diskurse funktionieren und warum sie so anschlussfähig sind.

Im Fokus steht dabei die Rolle von Sexualität: Sie wird genutzt, um gesellschaftliche Ordnung zu definieren, klare Grenzen zwischen „uns“ und „den anderen“ zu ziehen und politische Forderungen zu legitimieren. Gleichzeitig zeigt der Vortrag, wie stark diese Prozesse von Emotionen geprägt sind – etwa durch Angst, Bedrohungsgefühle oder das Versprechen von Schutz und Stabilität.

Anhand empirischer Einblicke wird deutlich, wie sich solche affektiven Dynamiken verbreiten, wie Menschen sich zu ihnen verhalten – und warum sie so wirkmächtig sind.

Veranstaltungssprache: Englisch.

Silvia Biasetton ist Doktorandin an der Universität Padua im Bereich Philosophie, Soziologie und Kulturwissenschaften. In ihrer Forschung untersucht sie, wie Sexualität in anti-gender Diskursen als Kategorie von „Gerechtigkeit“ verhandelt wird – und welche Rolle Emotionen dabei für kollektive Identitäten und politische Mobilisierung spielen.

Zeit & Ort

11.05.2026 | 16:00

FU Berlin, Habelschwerdter Allee 45, Raum L115 (Seminarzentrum)