AdK-Veranstaltungsreihe: Ohnmächtige Ermächtigung? Kritische Reflexionen zum Umgang mit Flucht

06.01.2017 | 16:00

Round-Table-Diskussion mit Geflüchteten, ehrenamtlichen Helfer*innen, Künstler*innen, Forscher*innen und Studierenden. Moderiert von den Sozial- und Kulturanthropolog*innen Olaf Zenker, Hansjörg Dilger und Kristina Dohrn

Notunterkunft für Geflüchtete (Foto: Thorsten A. Buhl)

Notunterkunft für Geflüchtete (Foto: Thorsten A. Buhl)

Flucht und Vertreibung sind seit 2015 ein dominantes Thema in Deutschland. Während einerseits Rechtspopulist*innen auf gefährliche Weise Kapital aus der Situation schlagen, bemühen sich andererseits viele Menschen und Institutionen um einen verantwortungsvollen Umgang mit Geflüchteten und stellen sich schwierigen Fragen: wie können Menschen, die Zuflucht in Deutschland suchen, ermächtigt werden und sich ermächtigen? Wo ist Hilfe erwünscht und sinnvoll? Wie ist eine offene Begegnung möglich? Diese Veranstaltung eröffnet eine kritische Reflexion über den Umgang mit Flucht aus der Perspektive unterschiedlicher Akteur*innen. Geflüchtete, ehrenamtliche Helfer*innen, Künstler*innen, Forscher*innen und Studierende des Instituts für Sozial- und Kulturanthropologie (FU Berlin) führen mit dem Publikum ein (selbst-)kritisches Gespräch über Möglichkeiten und Grenzen – über Ermächtigung und Ohnmacht – in der Auseinandersetzung mit Erfahrungen von Flucht.

Olaf Zenker, Hansjörg Dilger und Kristina Dohrn sind Sozial- und Kulturanthropolog*innen an der Freien Universität Berlin und haben im vergangenen Jahr zwei Lehrforschungen mit Studierenden zur aktuellen Situation von Geflüchteten in Berlin durchgeführt. Olaf Zenker und Hansjörg Dilger leiten zudem Teilprojekte im Sonderforschungsbereich „Affective Societies“.

Zeit & Ort

06.01.2017 | 16:00

Denkraum in der Ausstellung „Uncertain States“
Akademie der Künste
Hanseatenweg 10
10557 Berlin