Vortrag von Andreas Reckwitz: "Die Gesellschaft der Singularitäten"

12.07.2018 | 18:00 c.t.
Andreas Reckwitz

Andreas Reckwitz
Bildquelle: (c) juergen-bauer.com

Auf Einladung des Sonderforschungsbereichs „Affective Societies“ stellt Andreas Reckwitz zentrale Thesen seiner vielbeachteten Publikation „Die Gesellschaft der Singularitäten“ (Suhrkamp 2017) vor. Da der Autor als ein Merkmal der Gesellschaft der Singularitäten eine ausgeprägte Relevanz von Affekten diagnostiziert, ja die Gesellschaft der Spätmoderne gleichsam als „Affektgesellschaft“ beschreibt, möchte der Sonderforschungsbereich mit Andreas Reckwitz das Verhältnis von Affektivität und Singularität sowie die gesellschaftliche Bedeutung von Affekten und Emotionen diskutieren. 

Zum Buch:

Das Besondere ist Trumpf, das Einzigartige wird prämiert, eher reizlos ist das Allgemeine und Standardisierte. Der Durchschnittsmensch mit seinem Durchschnittsleben steht unter Konformitätsverdacht. Das neue Maß der Dinge sind die authentischen Subjekte mit originellen Interessen und kuratierter Biografie, aber auch die unverwechselbaren Güter und Events, Communities und Städte. Spätmoderne Gesellschaften feiern das Singuläre.

Ausgehend von dieser Diagnose, untersucht Andreas Reckwitz den Prozess der Singularisierung, wie er sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts in Ökonomie, Arbeitswelt, digitaler Technologie, Lebensstilen und Politik abspielt. Mit dem Anspruch einer Theorie der Moderne zeigt er, wie eng dieser Prozess mit der Kulturalisierung des Sozialen verwoben ist, welch widersprüchliche Dynamik er aufweist und worin seine Kehrseite besteht.

Zum Autor:
Andreas Reckwitz ist Professor für vergleichende Kultursoziologie an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder.

Zeit & Ort

12.07.2018 | 18:00 c.t.

Freie Universität Berlin
Hörsaal 1b
Habelschwerdter Allee 45
14195 Berlin

Weitere Informationen

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