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Diversity Affects | Troubling Institutions - Jahrestagung 2021

„Steigerung von Diversität“ ist heute ein Schlagwort des institutionellen Wandels. Aktivist:innen, migrantische Gruppen, Be_hindertenverbände aber auch Politiker:innen sowie Mitarbeitende von Institutionen selbst drängen darauf, Vielfalt in den Strukturen von Ämtern, Bildungseinrichtungen, im Gesundheitswesen oder im Kulturbereich zu berücksichtigen. Gleichzeitig beklagen Kritiker:innen, dass Diversität vor allem zu einer neoliberalen Management- und Marketingstrategie geworden ist, die soziale Ungleichheiten weder explizit anerkennt noch sie überwindet.

Rund 40 Referent:innen aus den Geistes- und Sozialwissenschaften untersuchen Prozesse der Diversifizierung von Institutionen und betrachten ihre affektiven Auswirkungen: Welche Reaktionen und Emotionen rufen diese Prozesse hervor? Was bedeutet es für Journalist:innen in Newsrooms oder Angestellte in Universitäten, wenn Institutionen (nicht) vielfältiger werden – was für Museumsbesucher:innen oder das Personal in Krankenhäusern? Wie lassen sich inklusive Praktiken institutionalisieren, ohne Menschen auf Merkmale zu reduzieren? Wie erleben Betroffene den Prozess ihrer „Inklusion“ – wie dessen Scheitern?

In ihrer Keynote zeigt die feministische Theoretikerin Sara Ahmed, wie das Sich-Beschweren zu einer Arbeit für die Diversität werden kann – einer Arbeit, die jene leisten, die nicht die Norm einer Institution verkörpern.

Organisiert von: Hansjörg Dilger, Juliane Gorke, Omar Kasmani, Dominik Mattes, Hans Roth, Matthias Warstat

Finanziert durch: German Research Foundation | Deutsche Forschungsgemeinschaft

Jahrestagung | 2021
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In Kooperation mit
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SFB 1171 Affective Societies
Freie Universität Berlin
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