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Affective and Emotional Dynamics of Care

In dieser Themengruppe möchten wir den Begriff Care aus affekt- und emotionstheoretischer Perspektive schärfen und dezidiert jene Dynamiken in den Blick nehmen, die sich aus der Historizität und Temporalität von Care ergeben.

Wir fragen nach der Institution Care, um seine Vielschichtigkeit aus der Affective Societies-Perspektive im Rahmen einer auf Kontinuität und Aktualität bedachten Ausrichtung von Gesellschaft zu betrachten. Unser Ziel ist die Erarbeitung eines Arbeitsbegriffs, mit dem wir die Dynamiken von „Community Care“ genauso in den Blick nehmen können wie das Verständnis von Care als subjektive Sorge, therapeutische Versorgung, professionelle Pflege sowie als zivilgesellschaftliches Engagement. Wie verändern Mobilität und Diversität unsere Vorstellungen und Erwartungen, wenn wir uns mit einem Bedürfnis an eine öffentliche Einrichtung wenden? Was definiert Care? Leistet ein journalistischer Berichterstatter eine Form von Care, wenn er eine objektivierende Perspektive auf ein Ereignis legt oder aber, wenn er seine gefühlten Intensitäten in die Berichterstattung einfließen lässt? Verstehen Akteure Achtsamkeit als Form relationaler oder selbstbezogener Care? Und was ist der Zusammenhang von Care und Macht?

Die Themengruppe lädt dazu ein, neben einer interdisziplinären Begriffsgestaltung das zu erarbeitende Verständnis von Care in seiner Anwendbarkeit in eigenen Forschungsprojekte zu prüfen und im gemeinsamen Austausch zu justieren. Ziel der Gruppe ist es, im Rahmen eines kollaborativen Schreibprojekts das dynamische Verhältnis von Emotion, Affekt und Care vor dem Hintergrund stattfindender Institutionalisierungsprozesse zu beleuchten.

Koordination 

Anita von Poser 

Edda Willamowski 

Max Müller

Termine

20.11.2020, 10.00-12.00, KL32/202
11.12.2020, 10.00-12.00, KL32/202
15.01.2021, 10.00-12.00, KL32/202
19.02.2021, 10.00-12.00, KL32/202