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Fehler im Prozess: Theresa Schütz besucht Milo Raus "Prozess gegen Deutschland"

Die Theaterwissenschaftlerin Theresa Schütz hat Milo Raus Inszenierung „Prozess gegen Deutschland“ in Hamburg besucht – und darüber eine kritische Reportage im nachtkritik-Magazin veröffentlicht.

News vom 18.02.2026

„Worum ging es hier eigentlich im Kern – nicht um eine grundlegende Kritik an den Regierungsparteien? Um eine Kritik an einer unzureichenden Geschichtsaufarbeitung Deutschlands? Um eine Kritik an der "Bequemlichkeit der sogenannten Mitte"? Oder eigentlich vor allem um den Versuch, sich mit dem Theater an der Rettung der Demokratie zu beteiligen? Der "Prozess gegen Deutschland" brachte überwiegend einen "Catwalk der Meinungen" zur Aufführung, bei dem es kaum um  Inhalte ging, sondern viel mehr darum, Dynamiken der Provokation, Polemisierung, Polarisierung und des Whataboutism vor- und miteinander zu performen – allerdings ohne zu durchschauen, zu wessen Wohl und zu wessen Übel“.

In einer Rezension für das Online-Magazin nachtkritik.de argumentiert die Theaterwissenschaftlerin Theresa Schütz, dass Milo Rau und sein Team mit der digitalen Entkopplung vom analogen Theaterrahmen ihrer eigenen Kritik an der affektgetriebenen und polarisierenden Debattenkultur sozialer Medien letztlich einen Bärendienst erweisen.

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