Emotionen sind keine Privatsache. Markus Lange im Interview mit campus.leben
„Es ist für uns selbst erstaunlich, wie die Polykrisen der Gegenwart unsere anfänglichen Bestandsaufnahmen eingeholt und teilweise sogar überholt haben“.
News vom 22.04.2026
Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe Legacy Sessions gibt Markus Lange, Geschäftsleiter des SFB 1171 Affective Societies, dem FU Online-Magazin campus.leben ein Interview. Darin erläutert er die zentralen Anliegen der Reihe und ordnet sie in die letzte Förderphase des Sonderforschungsbereichs ein. Zugleich erklärt er einem breiteren Publikum, warum Emotionen für das Verständnis aktueller gesellschaftlicher Konflikte unverzichtbar sind und welche Rolle die Forschung des SFB dabei spielt.
Die wesentliche Erkenntnis lautet: Gesellschaften lassen sich nicht ohne Emotionen verstehen. Und möglicherweise reicht es nicht, sie nur zu analysieren. „Für stabile und resiliente Formen des Zusammenlebens braucht es Empathie, Zuversicht und Solidarität“, sagt Markus Lange. Wie sich diese stärken lassen, könnte eine der zentralen Fragen zukünftiger Forschung werden.