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Zwischen Affekt und Argument: Margreth Lünenborg im Philosophie Magazin

In einem Beitrag im Philosophie Magazin plädiert Margreth Lünenborg dafür, Affekt als notwendigen Teil des demokratischen Diskurses wahrzunehmen.

Was passiert bei einem Public Viewing, wenn man es als Medienwissenschaftler:in betrachtet? Spontane Umarmungen mit Fremden bei einem Tor, eine Runde Trostbier vom Unbekannten — aber auch umgekippte Tische und Geschrei. Ist das nur ein barbarisches Gegenteil des rationalen Diskurses aus Kaffeehäusern und Salons — oder doch mehr?

News vom 15.06.2026

Zugehörigkeit, Spaltung, Ausschluss — all das sind keine rein rationalen Prozesse, sondern affektiv grundierte Formen der Vergemeinschaftung. Und das gilt nicht nur für Stadien und Demos, sondern auch für Medienöffentlichkeiten, die sich „keineswegs primär über Fakten und Informationen, sondern stets auch durch affektive Zuwendungen" formieren.

Affektive Öffentlichkeiten bedeuten keinen Verlust des rationalen Diskurses — im Gegenteil: Diese Perspektive ermöglicht erst eine fundierte Kritik an Plattform-Algorithmen, die Affekte gezielt ökonomisch ausbeuten.

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