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Neue Publikation: Dilger, H. (2026). Bringing artifacts (back) to life: Ethnographic collections as affective force. American Ethnologist, 1–15

Wie lässt sich die Beziehung zwischen Museumsobjekten und den Communities und Kontexten, aus denen sie stammen, neu denken? In seinem neuen Artikel Bringing Artifacts (Back) to Life: Ethnographic Collections as Affective Force entwickelt Hansjörg Dilger ein Konzept, das ethnografische Sammlungen grundlegend neu fasst: affective force — eine relationale Intensität, die zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Akteuren entsteht, sich über Zeit entfaltet und soziomaterielle Umgebungen mitgestaltet. Der Artikel erscheint in der renommierten Fachzeitschrift American Ethnologist, die von der American Ethnological Society herausgegeben wird, einer Sektion der American Anthropological Association.

News vom 29.06.2026

Auf Basis langjähriger Feldforschung am Ethnologischen Museum Berlin und im Humboldt Forum zeichnet Dilger die Geschichte der Gottheit Ngonnso nach — von ihrer gewaltsamen Wegnahme aus Kamerun 1903 bis zu den hochaffektiven Begegnungen, die ihre geplante Rückgabe seit 2022 im transnationalen Raum begleiten. Der Artikel zeigt, wie koloniale Aneignung und epistemische Gewalt Verbindungen zerstörten, die heute durch kollaborative Praktiken und affektive Auseinandersetzungen neu verhandelt werden — und wie Fragen von Lebendigkeit und Spiritualität untrennbar mit institutionellen und politischen Kontexten verflochten sind.

Wir gratulieren Hansjörg Dilger herzlich zu dieser Publikation in einer der wichtigsten Zeitschriften des Fachs — und zu einem Beitrag, der zeigt, wie zentral affekttheoretische Perspektiven für aktuelle Debatten um Restitution, Care und postkoloniale Museumspraxis sind.

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